Erste Weiterbildung im neuen Jahr 2026
Das neue Jahr 2026 fing so an, wie das alte Jahr aufgehört hatte: Ich bildete mich weiter.
Ging es Ende 2025 noch um das Thema Pflege und pflegende Angehörige, lag nun mein Schwerpunkt in dieser ersten Weiterbildung im neuen Jahr auf kleinen und jüngeren Menschen.
Da meine mittlerweile 9-jährige Tochter ein paar schulische Probleme hat, nahm ich mich dieser Schwierigkeiten an und informierte mich, wie ich ihr am besten helfen und wie ich sie unterstützen kann. Da es für mich erst einmal keine Option ist, mein Kind „unter Drogen zu setzen, damit es Leistung bringt, da muss es noch einen anderen Weg ohne Chemie (Methylphenidat) geben“.
Aus dieser sorgenvollen Paparolle heraus stieß ich auf das ReflexIntegrationsTraining.
Das ReflexIntegrationsTraining ist ein Bewegungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen in der Schule und im Alltag. Dieses Training ist vergleichbar mit einer Gymnastikstunde ohne Geräte. Meist kommen Kinder mit ihren Eltern mit folgenden Themen ins ReflexIntegrationsTraining:
- Fehlendes flüssiges Lesen, Schreiben und Rechnen
- Unkonzentriertheit
- Körperliche Unruhe
- Schlechte Körperkoordination
- Fein- und/oder grobmotorische Schwächen
Mögliche Ursachen für diese Themen können noch aktive frühkindliche Reflexe sein.
Das daraus entstehende Ungleichgewicht in den Bereichen der Nervenverbindungen und der Muskulatur. Ziel in diesem Training ist eine Harmonisierung der Nervenverbindungen und der motorischen Entwicklung.
Die frühkindlichen Reflexe (Urreflexe) sind wichtige, genetisch festgelegte Bewegungsmuster. Sie sind während der Schwangerschaft, der Geburt und besonders im ersten Lebensjahr ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung eines Kindes.
Wie ein interner persönlicher Trainer sorgen sie für die motorische Entwicklung und damit nach der Geburt für den Aufrichtungsprozess des Kindes. So ist es für uns Menschen möglich, aufrechtzustehen, zu gehen, den schweren Kopf gut ausbalanciert zu halten und uns in alle Richtungen frei bewegen zu können.
Diese, durch die Urreflexe automatisch verursachten Bewegungen verbinden gleichzeitig darüber hinaus die verschiedenen Gehirnareale. Ausschlaggebend dabei ist die Anzahl und Qualität der Nervenverbindungen, die hier entstehen. Sind diese gut entwickelt, spricht man von neuronaler Reife.
Genau das hatte ich für meine Tochter gesucht. Also bildete ich mich vom 08.01. bis zum 10.01.2026 in Bonn fort. Es waren sehr schöne, lehrreiche und informative drei Tage in Bonn. Auch die anderen neun Teilnehmerinnen (ja, ich war der einzige Mann) aus ganz Deutschland waren super nett und freundlich.
Dies war das erste Fortbildungsmodul. Ich werde auch noch ein zweites, vielleicht auch ein drittes in Angriff nehmen. Nun werde ich das Gelernte erst einmal mit meiner Tochter gemeinsam in die Tat umsetzen.




